Die Opfer

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Ihnen gegenüber im Krankenhaus wurden während des 20. Mai viele Verletzte behandelt. Die Bombardierungen sind für die Bevölkerung natürlich nicht ohne Folgen. Alle versuchten, dem Chaos zu entkommen, aber alle schafften es nicht. Zu den zahlreichen ums Leben gekommenen Einwohnern kommen noch die belgischen, niederländischen und französischen Flüchtlinge aus dem Norden hinzu. Die Feuerwehr von Abbeville kam den Zivilisten zu Hilfe. Drei Feuerwehrleute ließen während des Tages ihr Leben: Albert Thiebault, Marcel Dutertre und Gaston Halatre. Andere Menschen zögerten nicht unter Lebensgefahr Verletzte zu retten, die zum Krankenhaus gebracht wurden. Das Krankenhaus liegt ganz in der Nähe des Stadtzentrums. In einer verstopften Stadt, in der der Verkehr eingeschränkt ist, kann diese Lage vorteilhaft sein, aber für wie lange? Jeder fragte sich, wann es von einer Bombe getroffen würde. An diesem Ort, wo mehrere hundert Zivilisten eingeschlossen waren, konnte jederzeit eine Katastrophe passieren. Während der ersten Bombardierungswelle wurde das Krankenhaus auch getroffen. Daher entschloss man sich, ein rotes Kreuz auf dem Dach zu befestigen, um der deutschen Luftwaffe zu signalisieren, dass sich an dieser Stelle ein Krankenhaus befand. Ist dieses rote Kreuz der Grund für die Errettung des Krankenhauses? Es wurde verschont, aber es gibt keinen Beweis, dass das an dem roten Kreuz lag. Trotz der außergewöhnlichen Bedingungen sind die Schwestern und Ärzte des Krankenhauses auf ihren Posten geblieben. Gemeinsam mit anderen Schwestern und Ärzten, kam die Schwester Saint-Charles zahlreichen Verletzten zu Hilfe. Bis 9.30 Uhr wurden mehr als 100 Verletzte aufgenommen. Bald schon fehlten Betten und Platz. Im Laufe des Tages wurde es immer schwieriger die Menge zu beruhigen, die kam um Rat zu suchen, sich zu schützen, behandeln zu lassen oder um jemanden zu suchen. Hier war es so voll, dass man andere Möglichkeiten suchen musste, um die Kranken und Verletzten unterzubringen. Einige wurden im Untergeschoss zusammengelegt. Andere werden auf der Avenue du Rivage zusammengelegt, fern der Flammen und der Gebäude, die vom Einsturz bedroht waren. Am Ende des Tages befanden sich 700 Verletzte auf der Avenue du Rivage, im Krankenhaus gab es keine Lebensmittel und kein Wasser mehr.

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