Abbeville während des ersten Monats des Kampfes um die Stadt

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Bis zum 20. Mai 1940 erhob sich gegenüber von Ihnen das Rathaus von Abbeville. Der Bürgermeister, der sich über die Bedrohlichkeit der Situation im Klaren war, beschlagnahmte Lastwagen, um wichtige staatliche Dokumente in Sicherheit zu bringen (Archive, Verwaltungsdokumente, Akten etc.) Die am Abend des 19. Mai beladenen Lastwagen blieben die Nacht über im Hof des Rathauses. Am 20. Mai brannte die Stadt aufgrund der deutschen Bombardierung. Nur einige Lastwagen waren in Sicherheit. Als die Männer, nachdem sie die Stadt verlassen hatten, die Planen von den Lastwagen zogen, bemerkten sie, dass die gerettete Ladung keine wichtigen Dokumente erhielt sondern nur Versorgungskarten. Eines Teil des von Bomben zerstörten Rathauses ist immer noch zu sehen: der Wachturm und die Finanzverwaltung. Nach einer passiven Verteidigungsmaßnahme bei der Simulation eines Luftangriffs in Abbeville, kann man im im "Littoral de la Somme" vom 11. November lesen: „Alle haben ihren guten Willen gezeigt, der sich noch steigerte als die Realität die Fiktion übertraf. Aber eine solche Möglichkeit befürchten wir nicht, da unsere Stadt vom strategischen und militärischen Gesichtspunkt von keinerlei Interesse ist. Allenfalls sieht man an unserem Himmel ein paar Flugzeuge, die sich verirrt haben, wie es schon vorgekommen ist." Die Bewohner von Abbeville konnten nicht ahnen, welchen Platz ihrer Stadt im Plan Adolf Hitlers zugeteilt wurde. Am 10. Mai 1940, einige Stunden nachdem die Feindlichkeiten in Belgien begonnen hatten, gegen fünf Uhr morgens, erlitt Abbeville die ersten schweren Zerstörungen. Drei deutsche Kampfflugzeuge warfen etwa fünfzig Sprengbomben und mehr als hundert Brandbomben auf die Stadt. Das Ziel bestand sicherlich darin, den Flugplatz von Plessiel und den Bahnhof von Abbeville zu bombardieren. Die Bomben trafen den jedoch Flugplatz nur am Rande, ließen den Bahnhof aus und zerstörten mehr oder weniger vollständig 26 Häuser und verletzten und töteten Zivilisten. Sie trafen ebenfalls die Zuckerfabrik von Abbeville und verursachten den Brand von 3500 Tonnen Zucker. Wegen dieses Feuers gingen zahllose Menschen zur Zuckerfabrik, bewaffnet mit Pfannen und Eimern, um sich mit dem Karamell zu versorgen, das in den Ablussrinnen floss. Nach diesen ersten Bombardements wuchs die Unruhe, verstärkt durch die Radionachrichten und die Schließung von Geschäften. Die Spannung stieg aufgrund von zahllosen Gerüchten, der staatlichen Zensur, dem Aufbruch von Stadtratmitgliedern und dem Fehlen von Informationen noch weiter. Die Bevölkerung, die sich selbst überlassen wurde, fühlte sich im Stich gelassen. Es gab weder eine Anweisung von der Stadt noch einen Evakuierungsplan. Auch wenn es keinerlei offizielle Information bestätigten, vermuteten die Bewohner Abbevilles, dass die deutsche Armee im Anmarsch war. Der größte Teil der Einwohner verließ die Stadt und flüchtete auf das Land oder in Richtung Süden. Die Verkehrslage wurde immer schwieriger. Diejenigen, die aus der Stadt flüchteten trafen auf zahllose Flüchtlinge aus dem Norden Frankreichs und aus Belgien, die gerade erst ankamen. Davids Rat: Gehen Sie zur Touristeninformation in Abbeville um den Wachturm von Abbeville zu besichtigen, ein bemerkenswertes Bauwerk, das zum Weltkulturerbe der Unesco zählt.

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