Der deutsche Plan

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Am 3. September 1939 erklärten England und Frankreich Deutschland, das gerade in Polen einmarschiert war, den Krieg. . Im Laufe der folgenden Monaten hielten sich die Alliierten in einer Verteidigungsstellung hinter der Ligne Maginot und nahmen nur wenig an Kämpfen teil. Diese Zeit wurde von dem berühmten Schriftsteller Roland Dorgelès "Drôle de Guerre" (Sitzkrieg) genannt wurde. Deutschland nutzte die Monate dieses "Drôle de Guerre", um einen Angriffsplan zu entwerfen. Am 9. Oktober 1939 befahl Hitler dem Oberkommando des Heeres (OKH) eine Taktik auszuarbeiten, deren Ziel es sein sollte „ausreichend Gebiet in Holland, Belgien und Frankreich zu erobern, sodass ein Luft- und Seekrieg gegen England möglich gemacht wird“. Nach einigen Vorschlägen, die von Hitler abgelehnt wurden, unterbreitete Erich von Manstein einen genialen Plan: "der Fall Gelb". Er bestand darin, eine Offensive in den Niederlanden und Belgien zu starten, um die alliierten Kräfte dorthin zu locken. Während die Alliierten Richtung Belgien zogen, sahen die Deutschen vor, sie zu überraschen und in den Ardennen einzukesseln. Dieser "Fall Gelb", der später von Winston Churchill "falscher Schlag" genannt wurde diente als Titel eines Buches von Henri de Wailly. Er sah die Vernichtung des Feindes in Belgien an der Mündung der Somme vor. Während dieser Zeit prüften die Franzosen mögliche Angriffsmöglichkeiten der Deutschen. Sie stellten sich nicht vor, dass eine Offensive von den Ardennen aus erfolgen würde, die als unüberwindbares Hindernis für Truppen mit Panzern angesehen wurden. Sie dachten auch nicht an einen Angriff der Maginot-Linie. Sie nahmen an, dass die Deutschen einen ähnlichen Angriff wie 1914 in Belgien durchführen würden. So arbeiteten sie den "Plan Dyle-Breda" aus, der die Belgier und Holländer im Fall einer deutschen Aggression absichern sollte. Der Sitzkrieg endete am 10. Mai 1940 als Deutschland seinen "Fall Gelb" startete. Deutschland marschierte in Belgien und den Niederlanden ein. Der französische General Gamelin startete den "Plan Dyle-Breda". Die nordfranzösische Armee und das britische Expeditionscorps verlegten nach Belgien. Wie geplant führte Deutschland die zweite Phase seines Plans aus: die alliierten Truppen in Belgien isolieren. Am 13. Mai durchbrach eine deutsche Panzergruppe die französische Front in den Ardennen. Diese deutsche Truppe sollte die Mündung der Somme erreichen und den "Sichelschnitt" durchführen. Abbeville wurde das Ziel, das es zu erreichen galt. Es stellte die letzte große Stadt, den letzten Verkehrsknotenpunkt dar. Die Wehrmacht sollte um jeden Preis Abbeville erobern mit welchen Konsequenzen auch immer. Ohne Abbeville würde der ganze Angriffsplan sinnlos werden.

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